Die besonders hohe Empfindlichkeit, mit der das Spektrum-Röntgen-Gamma-Observatorium den Himmel im Röntgenbereich durchmustert, macht die Entdeckung von sehr seltenen und ungewöhnlichen Röntgenquellen möglich. Nach der kürzlich abgeschlossenen dritten Himmelsdurchmusterung identifizierten die Astronomen ein gigantisches, "rundes" Objekt mit dem Namen G116.6-26.1, dessen Winkelgröße acht Mal dem Mond entspricht. Seine physische Größe dürfte erstaunliche 600-700 Lichtjahren betragen. Die Autoren der Entdeckung nehmen an, dass es sich um den Überrest einer thermonuklearen Supernova handelt, die vor etwa 40.000 Jahren explodierte. Die Quelle befindet sich hoch über der Scheibe unserer Galaxis, höchstwahrscheinlich im heißen Gas des Milchstraßen-Halos, das nur eine geringe Dichte aufweist. Aufgrund dieser ungewöhnlichen Umgebung ist der Überrest im Röntgenlicht fast zehnmal heller als naive Modelle vorhersagen würden. Dieser und ähnliche Überreste (falls noch weitere gefunden werden) eröffnen einen neuen Weg zur Erforschung des schwer greifbaren, heißen Gas-Halos unserer Galaxie. mehr

Benard Nsamba erhält prestigeträchtige Förderung, um Sterne zu erforschen und Jugendliche in Uganda zu inspirieren mehr

Das Röntgen-Weltraumobservatorium Spektrum-Roentgen-Gamma (SRG) erhält den Marcel-Grossman-Preis „für die Erstellung der weltbesten Röntgenkarte des gesamten Himmels, für die Entdeckung von Millionen bisher unbekannter akkretierender supermassereicher Schwarzer Löcher bei kosmologischen Rotverschiebungen, für die Entdeckung der Röntgenstrahlung von Zehntausenden von Galaxienhaufen, die hauptsächlich mit Dunkler Materie gefüllt sind, und für die Ermöglichung der detaillierten Untersuchung des Wachstums der großskaligen Struktur des Universums während der Dominanz der Dunklen Energie“. mehr

MPA-Postdoc Luisa Lucie-Smith belegt mit ihrer Doktorarbeit "Insights into Cosmological Structure Formation with Machine Learning", die sie an der UCL abschloss, bevor sie ans MPA kam, den zweiten Platz beim hart umkämpften RAS Michael Penston 2020 Preis. Der Michael-Penston-Preis wird jährlich von der Royal Astronomical Society für die beste Doktorarbeit in Astronomie oder Astrophysik, einschließlich Astrochemie, Astrobiologie und Exoplaneten verliehen.   mehr

Bei der wissenschaftlichen Versammlung COSPAR 2020 erhielt MPA-Postdoc Ildar Khabibullin die Yakov-Zeldovich-Medaille für seinen „wichtigen Beitrag zur Entschlüsselung der früher energiereichen Aktivitäten des supermassereichen Schwarzen Lochs Sgr A* im Zentrum unserer Galaxie und Einblicke in die physikalischen Prozesse von galaktischen kollabierten Objekten“. Diese Auszeichnung, die gemeinsam von der Russischen Akademie der Wissenschaften und dem Komitee für Weltraumforschung (COSPAR) ins Leben gerufen wurde, würdigt junge Wissenschaftler für herausragende Leistungen, die mit Hilfe von Weltraumobservatorien möglich wurden. mehr

Die Max-Planck-Gesellschaft verleiht die Otto-Hahn-Medaille 2021 an den MPA-Wissenschaftler Christian Vogl für seine hervorragende Dissertation. Der Preis wird verliehen für Untersuchungen zur Messung der derzeitigen Expansionsrate des Universums mit Hilfe von Supernovae mit einer neuen und unabhängigen Methode, die nicht auf andere Kalibrierungen angewiesen ist. Seine Dissertation an der Technischen Universität München erhielt die höchstmögliche Note, summa cum laude. mehr

Die Max-Planck-Gesellschaft hat Simona Vegetti am MPA zur Leiterin einer Lise-Meitner-Exzellenzgruppe ernannt. Simona Vegetti wird Beobachtungen des starken Gravitationslinseneffekts nutzen, um die Häufigkeit und die strukturellen Eigenschaften von Halos aus dunkler Materie zu messen und damit die Natur der dunklen Materie einzugrenzen. Im Rahmen des Programms wird die Gruppe mit einem international wettbewerbsfähigen Budget für Sach- und Personalmittel ausgestattet. mehr

Zur Redakteursansicht