MPA News 2019

Forscher am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) und dem Max-Planck-Institut für Astrophysik Garching (MPA) haben galaktische Radioobjekte untersucht, die Formen wie Weihnachtsbäume und Harfen annehmen. Dabei konnte die alte Frage des Transports kosmischer Strahlung beantwortet werden. mehr

Das Spektrum-RG-Observatorium, das am 13. Juli 2019 in Baikonur gestartet wurde, beginnt nun mit der Durchmusterung des gesamten Himmels. Am 8. Dezember begann sich die Raumsonde, die sich in einer Umlaufbahn um den L2-Lagrangepunkt in einer Entfernung von 1,5 Millionen Kilometern befindet, sich um ihre der Erde zugewandte Achse zu drehen. Die beiden ART-XC- und eROSITA-Teleskope begannen, den Himmel entlang eines Großkreises auf der Himmelskugel zu scannen – dies markiert den Beginn der vier Jahre andauernden Himmelsdurchmusterung. mehr

Im September 2019 startete eine neue Max-Planck-Forschungsgruppe am MPA: Adrian Hamers trat seine Postdoc-Stelle am Institut an und baut derzeit seine Gruppe zur Erforschung von Mehrfach-Stern-Systemen auf. Solche Systeme sind in der Astrophysik von großer Bedeutung, da sie zu energiereichen astrophysikalischen Phänomenen wie Typ Ia Supernovae und Gravitationswellenereignissen führen können. Das Hauptziel ist es, gleichzeitig schnelle und detaillierte Modellrechnungen zu verwenden, um statistische Vorhersagen für Beobachtung von Supernovae und Gravitationswellen zu treffen. mehr

Das Hochleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) hat den MPA-Forscher Dylan Nelson und seine Kollegin Annalisa Pillepich vom Max-Planck-Institut für Astronomie mit dem "Golden Spike Award" für TNG50 ausgezeichnet: eine hochauflösende Simulation der Galaxienentwicklung vom Urknall bis heute. Der Gold Spike Award würdigt die drei herausragendsten Projekte des Jahres, die Berechnungen an den Clustern des Rechenzentrums durchgeführt haben. mehr

Die heutige Expansionsrate des Universums wird durch die sogenannte Hubble-Konstante beschrieben; allerdings liefern verschiedene Techniken inkonsistente Ergebnisse, wie schnell sich unser Universum tatsächlich ausdehnt. Ein internationales Team unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Astrophysik (MPA) hat nun zwei Gravitationslinsen als neue Werkzeuge eingesetzt, um die Abstände zu Hunderten von beobachteten Supernovae zu kalibrieren, und damit einen relativ hohen Wert für die Hubble-Konstante gemessen. Während die Unsicherheit noch relativ groß ist, ist dieser Wert höher als der auf Basis des kosmischen Mikrowellenhintergrundes. mehr

Das SRG (Spektrum-Röntgen-Gamma) Weltraumobservatorium hat vor kurzem mit dem ersten der sieben eROSITA-Teleskopmodule eines seiner zahlreichen Tests durchgeführt und einen kleinen Ausschnitt des extragalaktischen Himmels beobachtet. Die Ergebnisse stimmen mit den Erwartungen aus der Entwicklungsphase überein. Die Arbeiten zur Inbetriebnahme weiterer Module sind noch im Gange und werden in den kommenden Wochen abgeschlossen werden, so dass noch im Laufe dieses Jahres mit der vierjährigen Himmelsdurchmusterung begonnen werden kann. mehr

Das Abdus Salam International Centre for Theoretical Physics in Triest hat die Dirac-Medaille und den Dirac-Preis 2019 an drei Physiker verliehen, deren Forschung die moderne Kosmologie entscheidend geprägt hat. Rashid Sunyaev (Max-Planck-Institut für Astrophysik) teilt sich den Preis mit Viatcheslav Mukhanov (Ludwig-Maximilians-Universität München) und Alexei Starobinsky (Landau Institute for Theoretical Physics) für "ihre herausragenden Beiträge zur Physik des Kosmischen Mikrowellenhintergrunds (CMB) mit experimentell getesteten Implikationen, die dazu beigetragen haben, die Kosmologie in eine wissenschaftliche Präzisionsdisziplin zu verwandeln, indem sie mikroskopische Physik mit der großräumigen Struktur des Universums verbinden". Alle drei Gewinner haben wichtige Beiträge zum Verständnis des frühen Universums im Kontext der inflationären Kosmologie geleistet.

mehr

Zur Redakteursansicht