6 Bilder mit rötlichen Galaxien; Image: NASA, ESA, CSA, STScI, Dale Kocevski (Colby College)

Aufgrund charakteristischer Merkmale in den Spektren der „Little Red Dots“, einer neuen Klasse von Objekten, die vom James-Webb-Weltraumteleskop entdeckt wurden, nahm man an, dass es sich um weit entfernte Galaxien mit massereichen Schwarzen Löchern in ihrem Zentrum handelt. Neue Forschungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass das Licht dieser Galaxien nicht nur durch die Bewegung von Gas in der Nähe des zentralen Schwarzen Lochs, sondern auch durch Strahlungseffekte geprägt wird. Wissenschaftler des MPA haben drei wichtige Prozesse – Resonanz-, Raman- und Thomson-Streuung – modelliert und festgestellt, dass diese gemeinsam die Entstehung der Wasserstofflinien in den Little Red Dots erklären können. mehr

Portrait von Eric Roth

Eric Rohr kam ans MPA, um von der hier vorhandenen numerischen und wissenschaftlichen Expertise zu profitieren. Mit dem umfangreichen Freizeitprogramm hatte er nicht gerechnet. mehr

Mehrere Personen stehen und sitzen in einem Foyer, sprechen miteinander und trinken Kaffee.

Am vergangenen Girls’ Day bot das MPA jungen Mädchen aus der Region ein abwechslungsreiches und interaktives Programm, das die Arbeit an unserem Institut auf spielerische und zugängliche Weise vermitteln sollte. An einem vollgepackten Vormittag erlebten die Teilnehmerinnen eine vielfältige Reise durch die Welt der Astrophysik – von explodierenden Sternen bis hin zur rätselhaften Dunklen Materie. mehr

Porträt eines Mannes mit dunkler Brille

von Prof. Benjamin D. Wandelt, Bloomberg Distinguished Professor an der Johns Hopkins University  mehr

Mann im Anzug vor Bücherregal.

Die Europäische Astronomische Gesellschaft gab heute bekannt, dass der Fritz-Zwicky-Preis für Astrophysik und Kosmologie 2026 an Prof. Rashid Sunyaev für seine bahnbrechenden Arbeiten zur kosmischen Mikrowellenhintergrundstrahlung und zur Theorie der Scheibenakkretion verliehen wird. mehr

Röntgenbild des W50-Nebels mit SS433, mit Energieniveaus in keV.

Seltene oder ungewöhnliche astrophysikalische Objekte werden aufgrund ihrer extremen Eigenschaften dazu verwendet, die Grenzen theoretischer Modelle zu testen. Die helle Röntgenquelle SS433 in unserer Galaxie gehört zweifellos zu dieser Kategorie. Ursprünglich wurde sie als Hα-Quelle identifiziert, später erkannte man jedoch, dass es sich um ein Schwarzes Loch in einem Doppelsternsystem handelt. Seitdem ist SS433, das starke Strahlung im Radio- und Röntgenbereich abgibt, Ziel fast aller weltraum- und bodengestützten Observatorien. Dies hat zu einer Flut von Entdeckungen geführt. Im Gegensatz dazu ist der riesige W50-Nebel, der sie umgibt, viel schwächer und schwer zu untersuchen. Er erstreckt sich über mehr als zwei Grad am Himmel. Das vollständige Radiobild brachte W50 den Spitznamen „Manati-Nebel” ein. Röntgenkarten waren dagegen meist Ausschnitte verschiedener Observatorien oder wiesen eine unzureichende räumliche oder energetische Auflösung auf. Diese Schwäche wurde nun endlich durch die kürzlich veröffentlichte SRG/eROSITA-Karte von W50 in mehreren Röntgenfarben behoben. Sie zeigt eine wunderschöne Mischung aus thermischen und nicht-thermischen Prozessen innerhalb eines länglichen Kokons. mehr

Visualisierung der Strukturen im Kosmos mit GAlaxien, die durch Sternsymbole markiert sind. Gezeigt sind zwei Skalen, einmal 100 Millionen Lichtjahre und einmmal 10 millionen Lichtjahre.

Ein internationales Team von Astronomen hat die bislang detaillierteste 3D-Karte der Lyman-Alpha-Emission erstellt, die von Wasserstoff im frühen Universum ausgestrahlt wird. Mithilfe der Linienintensitätskartierung von Daten des Hobby-Eberly-Teleskops (HETDEX) identifizierten sie lichtschwache Galaxien und Gas, die zuvor schwer zu beobachten waren. Diese können nun mit Simulationen der Strukturen im frühen Universum verglichen werden. Um ihre Karte zu verfeinern, verborgene Objekte aufzudecken und unser Verständnis der Galaxienentwicklung zu verbessern, wertete das Team ein halbes Petabyte an Daten aus. mehr

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