Porträt eines Mannes mit dunkler Brille

von Prof. Benjamin D. Wandelt, Johns Hopkins University  mehr

Mann im Anzug vor Bücherregal.

Die Europäische Astronomische Gesellschaft gab heute bekannt, dass der Fritz-Zwicky-Preis für Astrophysik und Kosmologie 2026 an Prof. Rashid Sunyaev für seine bahnbrechenden Arbeiten zur kosmischen Mikrowellenhintergrundstrahlung und zur Theorie der Scheibenakkretion verliehen wird. mehr

Röntgenbild des W50-Nebels mit SS433, mit Energieniveaus in keV.

Seltene oder ungewöhnliche astrophysikalische Objekte werden aufgrund ihrer extremen Eigenschaften dazu verwendet, die Grenzen theoretischer Modelle zu testen. Die helle Röntgenquelle SS433 in unserer Galaxie gehört zweifellos zu dieser Kategorie. Ursprünglich wurde sie als Hα-Quelle identifiziert, später erkannte man jedoch, dass es sich um ein Schwarzes Loch in einem Doppelsternsystem handelt. Seitdem ist SS433, das starke Strahlung im Radio- und Röntgenbereich abgibt, Ziel fast aller weltraum- und bodengestützten Observatorien. Dies hat zu einer Flut von Entdeckungen geführt. Im Gegensatz dazu ist der riesige W50-Nebel, der sie umgibt, viel schwächer und schwer zu untersuchen. Er erstreckt sich über mehr als zwei Grad am Himmel. Das vollständige Radiobild brachte W50 den Spitznamen „Manati-Nebel” ein. Röntgenkarten waren dagegen meist Ausschnitte verschiedener Observatorien oder wiesen eine unzureichende räumliche oder energetische Auflösung auf. Diese Schwäche wurde nun endlich durch die kürzlich veröffentlichte SRG/eROSITA-Karte von W50 in mehreren Röntgenfarben behoben. Sie zeigt eine wunderschöne Mischung aus thermischen und nicht-thermischen Prozessen innerhalb eines länglichen Kokons. mehr

Visualisierung der Strukturen im Kosmos mit GAlaxien, die durch Sternsymbole markiert sind. Gezeigt sind zwei Skalen, einmal 100 Millionen Lichtjahre und einmmal 10 millionen Lichtjahre.

Ein internationales Team von Astronomen hat die bislang detaillierteste 3D-Karte der Lyman-Alpha-Emission erstellt, die von Wasserstoff im frühen Universum ausgestrahlt wird. Mithilfe der Linienintensitätskartierung von Daten des Hobby-Eberly-Teleskops (HETDEX) identifizierten sie lichtschwache Galaxien und Gas, die zuvor schwer zu beobachten waren. Diese können nun mit Simulationen der Strukturen im frühen Universum verglichen werden. Um ihre Karte zu verfeinern, verborgene Objekte aufzudecken und unser Verständnis der Galaxienentwicklung zu verbessern, wertete das Team ein halbes Petabyte an Daten aus. mehr

Simulation einer Sternentstehungsregion mit einem Zoombild auf einen dichten Kern.

Sonnenähnliche Sterne entstehen in turbulenten molekularen Wolken und sind von protostellaren Scheiben aus Gas und Staub umgeben – den Geburtsstätten der Planeten. Während die frühesten Phasen der Scheibenbildung durch das umgebende dichte Gas verborgen bleiben, kann ALMA protostellare Scheiben kurz nach ihrer Entstehung beobachten. In einem vom Exzellenzcluster ORIGINS geförderten Projekt führten Forschende von MPA, MPE, Harvard und der Universität zu Köln hochauflösende, nicht-ideale magnetohydrodynamische Simulationen durch, die die Bildung protostellarer Scheiben selbstkonsistent von ihren turbulenten molekularen Ursprungswolken bis hinunter zu stellaren Skalen über mehr als zehn Größenordnungen hinweg verfolgen. Die Studie legt die komplexen Wege offen, auf denen sich protostellare Scheiben bilden, und zeigt, dass Magnetfelder eine zentrale Rolle bei ihrer Entstehung und frühen Entwicklung spielen. mehr

Mehrere helle Lichtpunkte im Weltraum vor dunklem Hintergrund.

Münchner Forschende nehmen eine äußerst seltene Supernova hinter einer Gravitationslinse auf und modellieren sie
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Drei Personen an der Äquatorlinie in Uganda.

Im Januar besuchte Prof. Dr. Tobias Bonhoeffer, der den Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft in Afrika-Angelegenheiten berät, die Partnergruppe des Max-Planck-Instituts für Astrophysik an der Kyambogo-Universität in Uganda unter der Leitung von Dr. Benard Nsamba. Prof. Bonhoeffer traf sich mit der Universitätsleitung und nahm an einer produktiven gemeinsamen Vorstandssitzung teil. Dabei wurden zukünftige Forschungsinitiativen und Möglichkeiten für eine vertiefte Zusammenarbeit diskutiert. mehr

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