Für einige bislang nicht identifizierte Linien im Spektrum einer der hellsten jemals beobachteten Sternexplosionen, der Supernova SN 2006gy, haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Astrophysik nun eine Erklärung gefunden. Die Spektrallinien stammen von neutralem Eisen, was für eine derart energiereiche Sternexplosion sehr ungewöhnlich ist und bedeutet, dass mehr als ein Drittel der Masse unserer Sonne von diesem schweren Element entstanden sein muss. Die Dominanz von Eisen im Spektrum erlaubt es, etliche der bislang favorisierten Explosionsszenarien für SN 2006gy auszuschließen, und leistet stattdessen einem komplett neuen Szenario Vorschub. mehr

Neuer Wert der Hubble-Konstante bestätigt Diskrepanz in der Expansionsrate des Universums mehr

Forscher am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) und dem Max-Planck-Institut für Astrophysik Garching (MPA) haben galaktische Radioobjekte untersucht, die Formen wie Weihnachtsbäume und Harfen annehmen. Dabei konnte die alte Frage des Transports kosmischer Strahlung beantwortet werden. mehr

Das Spektrum-RG-Observatorium, das am 13. Juli 2019 in Baikonur gestartet wurde, beginnt nun mit der Durchmusterung des gesamten Himmels. Am 8. Dezember begann sich die Raumsonde, die sich in einer Umlaufbahn um den L2-Lagrangepunkt in einer Entfernung von 1,5 Millionen Kilometern befindet, sich um ihre der Erde zugewandte Achse zu drehen. Die beiden ART-XC- und eROSITA-Teleskope begannen, den Himmel entlang eines Großkreises auf der Himmelskugel zu scannen – dies markiert den Beginn der vier Jahre andauernden Himmelsdurchmusterung. mehr

Anstatt spezielle Regionen in aufwändigen großen Simulationen zu untersuchen, verwenden MPA-Wissenschaftler das IllustrisTNG-Modell, um separate Universen mit einer modifizierten Kosmologie zu erschaffen. Die Analyse dieser separaten Universen zeigt, dass die gemessene Anzahl der Galaxien je nach Messmethode steigt oder sinkt, wenn sich die Dichte der Baryonen (also der "normalen" Materie) ändert. Auch die großräumige Verteilung der Materie wird durch die Auswirkungen der Baryonen beeinflusst, wobei verschiedene Messungen unterschiedlich reagieren. mehr

Im September 2019 startete eine neue Max-Planck-Forschungsgruppe am MPA: Adrian Hamers trat seine Postdoc-Stelle am Institut an und baut derzeit seine Gruppe zur Erforschung von Mehrfach-Stern-Systemen auf. Solche Systeme sind in der Astrophysik von großer Bedeutung, da sie zu energiereichen astrophysikalischen Phänomenen wie Typ Ia Supernovae und Gravitationswellenereignissen führen können. Das Hauptziel ist es, gleichzeitig schnelle und detaillierte Modellrechnungen zu verwenden, um statistische Vorhersagen für Beobachtung von Supernovae und Gravitationswellen zu treffen. mehr

Quasare gehören zu den hellsten permanenten Quellen am Himmel. Dank ihrer hohen Leuchtkraft lassen sie sich auch zu frühen kosmischen Zeiten beobachten, wo - überraschenderweise - diese ersten Quasare als bereits entwickelte Systeme erscheinen: sie enthalten schwarze Löcher mit über einer Milliarde Sonnenmassen in massereichen Galaxien mit hoher Sternentstehungsaktivität. Um ein derart schnelles Wachstum zu erklären, glauben die Theoretiker, dass sich diese Systeme in besonders dichten Umgebungen befinden müssen, in denen das Vorhandensein von riesigen Gasmengen einen effizienten Materiefluss auf ursprüngliche kleinere Schwarze Löcher ermöglicht. Ein internationales Team von Astronomen hat kürzlich zum ersten Mal klare Hinweise in Beobachtungen gefunden, dass dies tatsächlich der Fall ist. Der neue "Panorama"-Spektrograph namens MUSE enthüllte, dass die meisten frühen Quasare von großen Mengen an kühlem Gas umgeben sind. Dieser reine „Kraftstoff“ fällt auf die primordialen Galaxien und befeuert sowohl das Wachstum ihrer Sternmasse als auch des Schwarzen Lochs im Zentrum. mehr

Zur Redakteursansicht