Einige der energiereichsten Strahlen, die die Erde erreichen, stammen von einem explodierten Stern in unserer Galaxie. Ein internationales Forscherteam konnte nun die Entfernung zu diesem Objekt anhand einer benachbarten Staubwolke viel genauer messen als je zuvor. Dies ist der erste Schritt, um die energiereichen Prozesse, die in diesem Supernova-Überrest ablaufen, besser zu verstehen. mehr

Bei der wissenschaftlichen Versammlung COSPAR 2020 erhielt MPA-Postdoc Ildar Khabibullin die Yakov-Zeldovich-Medaille für seinen „wichtigen Beitrag zur Entschlüsselung der früher energiereichen Aktivitäten des supermassereichen Schwarzen Lochs Sgr A* im Zentrum unserer Galaxie und Einblicke in die physikalischen Prozesse von galaktischen kollabierten Objekten“. Diese Auszeichnung, die gemeinsam von der Russischen Akademie der Wissenschaften und dem Komitee für Weltraumforschung (COSPAR) ins Leben gerufen wurde, würdigt junge Wissenschaftler für herausragende Leistungen, die mit Hilfe von Weltraumobservatorien möglich wurden. mehr

Magnetfelder sind heute im Universum allgegenwärtig, von Sternen bis hin zu Galaxienhaufen. Ihr Ursprung bleibt jedoch ein Rätsel. MPA-Forscher haben nun verschiedene Mechanismen, die für die Magnetogenese - also wie Magnetfelder entstehen könnten – vorgeschlagen wurden, in Galaxien mit hoher Rotverschiebung sehr detailliert simuliert. Sie verfolgten auch den Einfluss dieser Magnetfelder auf die Entstehung und Entwicklung von Galaxien und liefern so eine wichtige Orientierung für zukünftige Beobachtungen sowie weitere Simulationen. Diese Studie zeigt, dass frühe Galaxien der Schlüssel zum Verständnis des Ursprungs kosmischer Magnetfelder sein könnten. Sie liefert auch die erste Untersuchung eines neuartigen Mechanismus für die Magnetogenese auf galaktischen Skalen. mehr

Die Max-Planck-Gesellschaft verleiht die Otto-Hahn-Medaille 2021 an den MPA-Wissenschaftler Christian Vogl für seine hervorragende Dissertation. Der Preis wird verliehen für Untersuchungen zur Messung der derzeitigen Expansionsrate des Universums mit Hilfe von Supernovae mit einer neuen und unabhängigen Methode, die nicht auf andere Kalibrierungen angewiesen ist. Seine Dissertation an der Technischen Universität München erhielt die höchstmögliche Note, summa cum laude. mehr

Schwarze Löcher mittlerer Masse (intermediate mass black holes, IMBH) sollten den Übergang von beobachteten stellaren Schwarze Löcher zu supermassiven Schwarzen Löchern bilden. Ihre Entstehungsprozesse werden jedoch immer noch diskutiert. In jungen  massereichen Sternhaufen kann es viele stellar Kollisionen geben, bei denen sich IMBHs bilden können. Unter der Leitung von Forschenden am MPA hat ein internationales Team jetzt realistische Simulation von Sternhaufen präsentiert, in denen sich IMBHs durch schnelle Kollisionen von Sternen und leichteren Schwarzen Löchern gebildet haben. Die Studie sagt auch einen Entstehungsmechanismus in einem Massenbereich voraus, der in Sternentstehungsmodellen nicht vorgesehen ist. Gerade in dieser Massenlücke wurde von der LIGO/Virgo Gravitationswellenkollaboration eine Verschmelzung von Schwarzen Löchern nachgewiesen.  mehr

Wo sind die Baryonen, die Grundbausteine aller Elemente im Periodensystem? Diese Frage stellt sich, da die vorhergesagte Häufigkeit von Baryonen im Universum nicht mit Beobachtungen des intergalaktischen Mediums übereinstimmt. Die Suche nach den fehlenden Baryonen wird uns nicht nur helfen, die Entstehung und Entwicklung von Galaxien besser zu verstehen, sondern auch mögliche Erweiterungen des derzeitigen Standardmodells der Kosmologie besser einzugrenzen. MPA-Forscher haben einen neuen Ansatz bei der Modellierung der Galaxienverteilung verwendet, um die Messungen des kinematischen Sunyaev-Zel'dovich-Effekts zu optimieren. Dieses Werkzeug könnte in Zukunft verstärkt eingesetzt werden, um die Verteilung der Baryonen in Galaxienhaufen zu untersuchen. mehr

Die Max-Planck-Gesellschaft hat Simona Vegetti am MPA zur Leiterin einer Lise-Meitner-Exzellenzgruppe ernannt. Simona Vegetti wird Beobachtungen des starken Gravitationslinseneffekts nutzen, um die Häufigkeit und die strukturellen Eigenschaften von Halos aus dunkler Materie zu messen und damit die Natur der dunklen Materie einzugrenzen. Im Rahmen des Programms wird die Gruppe mit einem international wettbewerbsfähigen Budget für Sach- und Personalmittel ausgestattet. mehr

Zur Redakteursansicht