Neuigkeiten am MPA

Der Max-Planck-Forscher erhält die mit 500.000 Dollar dotierte Auszeichnung zusammen mit Lars Hernquist mehr

Am 6. Mai 2020 gab die Gruber-Stiftung bekannt, dass Volker Springel, geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für Astrophysik, zusammen mit Lars Hernquist, Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, den Gruber-Kosmologiepreis 2020 für prägende Beiträge zu kosmologischen Simulationen erhält. Diese Methode testet bestehende Theorien über die Entstehung von Strukturen auf Skalen von Sternen über Galaxien bis hin zum Universum selbst und eröffnet neue Forschungsideen. Der Preis würdigt ihre transformativen Arbeiten zur Strukturbildung im Universum sowie die Entwicklung von numerischen Algorithmen und frei verfügbaren Codes, die von vielen anderen Forschern weiter verwendet werden, um das Feld wesentlich voranzubringen. mehr

Am 27. April 2020 gab die Nationale Akademie der Wissenschaften der USA bekannt, dass der geschäftsführende Direktor am MPA, Volker Springel, in Anerkennung seiner herausragenden und anhaltenden Leistungen in der Grundlagenforschung als auswärtiges Mitglieder neu gewählt wurde, zusammen mit 25 weiteren Wissenschaftlern. Die Mitgliedschaft ist eine weithin anerkannte Auszeichnung für Spitzenleistungen in der Wissenschaft, zumal die "Messlatte" für die Wahl von auswärtigen Mitgliedern vor allem für bereits gut vertretene Länder wie Deutschland recht hoch sein soll. mehr

Von ihren Heimarbeitsplätzen aus haben Röntgenastronomen und Astrophysiker in Russland und Deutschland mit dem Weltraumobservatorium Spectrum RG einen wichtigen Meilenstein erreicht: die Teleskope ART-XC und eROSITA an Bord von Spectrum RG haben die Hälfte des Himmels kartographiert. mehr

Reimar Lüst, ehemaliger Max-Planck-Präsident und Wegbereiter der europäischen Weltraumforschung, ist tot mehr

Magnetare sind Neutronensterne mit den stärksten Magnetfeldern, die im Universum gemessen werden - ihr Ursprung ist aber umstritten. Ein Team von Wissenschaftlern aus Paris und dem Max-Planck-Institut für Astrophysik kann die Entstehung dieser gigantischen Felder nun durch Verstärkung anfänglich vorhandener, schwacher Felder erklären, wenn die Neutronensterne, die in kollabierenden massereichen Sternen entstehen, schnell rotieren. Die Ergebnisse der in Science Advances veröffentlichten Studie beruhen auf einem neuartigen, besseren Computermodell. Sie öffnen neue Perspektiven, um die stärksten und leuchtkräftigsten Sternexplosionen zu verstehen. mehr

Vor etwas mehr als einem Monat begann das SRG-Observatorium mit seiner Himmelsdurchmusterung. Die Raumfähre befindet sich auf einer Halo-Umlaufbahn um den Lagrange-Punkt L2 des Sonne-Erde-Systems und befindet sich in einer Entfernung von anderthalb Millionen Kilometern von der Erde. Dabei rotiert es um eine auf die Sonne ausgerichtete Achse. Seit Beginn des Scans haben die Teleskope ART-XC und eROSITA bereits mehr als 1/6 der gesamten Himmelskugel abgedeckt und die hervorragenden Fähigkeiten von SRG bei der Kartierung des Röntgenhimmels demonstriert. Bis Mitte Juni 2020 werden die Wissenschaftler die erste Karte des gesamten Himmels haben, nach vier Jahren wird jeder Teil des Himmels acht Mal abgedeckt sein, was die Empfindlichkeit der Durchmusterung um das 20- bis 30-fache im Vergleich zu der bestehenden Karte des ROSAT-Satelliten erhöht. mehr

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