Vom Leben und Sterben der Sterne - und was kommt danach?
Stellare Astrophysik am MPA
Das Verständnis darüber, wie Sterne funktionieren, ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Einblicks in die kosmische Geschichte, denn wir bestehen aus Sternenstaub: der Sauerstoff, den wir atmen, der Kohlenstoff in unseren Körpern und das Eisen in unserem Blut wurden von Sternen gebildet, die längst vergangen sind. Die Stellare Forschungsgruppe konzentriert sich auf noch offene Fragen, die alle Aspekte des Sternlebens betreffen: wie sie ihr Leben verbringen (allein, in Paaren oder als Mehrfachsysteme), wie sie sterben (auf sanfte Weise oder in spektakulären Supernova-Explosionen) sowie auf das Nachleben ihrer Reststerne (weiße Zwerge, Neutronensterne und Schwarze Löcher), das unter anderem durch die Analyse von Gravitationswellen erschlossen werden kann.
Leitende Wissenschaftler
ist wissenschaftliche Direktorin der neuen stellaren Abteilung, die sich mit offenen Fragen rund um das Leben, Sterben und Nachleben von Sternen befasst. Ihre eigenen Interessen haben sich bisher vor allem auf massereiche Sterne und Doppelsterne konzentriert. Aber ihre Interessen sind breit gefächert und reichen von der Sternphysik, dem Inneren und der Entwicklung von Sternen bis hin zu Anwendungen wie der Astrophysik von Gravitationswellenvorläufern, Supernovae und exotischeren stellaren Transienten, stellaren Populationen über die kosmische Zeit, chemischer Anreicherung und Rückkopplung.
erforscht Themen im Zusammenhang mit Supernovae und Neutronensternen, darunter Kern- und Neutrinoastrophysik, und beschäftigt sich insbesondere mit der Physik und detaillierten numerischen Modellierung der Folgen des Kollapses von Sternkernen. Thomas wurde für seine Forschungen zum Mechanismus des Kernkollapses bei Supernovae, zur explosiven Nukleosynthese und zur Physik von Supernova-Neutrinos mit der Karl-Schwarzschild-Medaille 2022 der Deutschen Astronomischen Gesellschaft ausgezeichnet.
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beschäftigt sich mit den Grundlagen der Sternphysik, angewandt auf einzelne Sterne. Basierend auf Beobachtungen von Sternen und Sternsystemen sowie auf den Ergebnissen der Asteroseismologie möchte Achim unser Verständnis der physikalischen Effekte in Sternen sowie deren Modellierung in Simulationscodes verbessern.
sein Ziel ist es, die Physik von Sternen und Sternwechselwirkungen, insbesondere bei Doppelsternen, sowie die Folgen dieser Sternwechselwirkungen zu verstehen, darunter die Vielfalt von Supernovae, anderen stellaren Transienten und kompakten Doppelobjekten, sowie die Frage, wie solche Wechselwirkungen die Vielfalt von scheinbar „normalen“ Sternen beeinflussen können. Stephen interessiert sich sowohl für die physikalische Modellierung von Sternphänomenen als auch für die Verbesserung unserer Fähigkeit, Populationsinformationen zu nutzen, um Modelle für solche physikalischen Vorgänge einzugrenzen.
interessiert sich für astrophysicalische Probleme auf verschiedensten Skalen. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf kosmologischen Simulationen, Galaxienentwicklung, den dynamischen Phasen in der Sternentwicklung, und thermonuklearen Explosionen. Um diese Probleme besser zu verstehen nutzt er numerische Simulationen und arbeitet deshalb auch an der Verbesserung vorhandener und der Entwicklung neuer numerischer Methoden, sowie deren effizienter Implementierung auf den grössten Supercomputern und ihrer Anwendung auf praktische astrophysicalische Fragestellungen.
simuliert die Entstehung von einzelnen Galaxien und deren interstellares Medium und ist besonders daran interessiert, die numerische Wiedergabe der komplexen Prozesse zu verbessern, die das Galaxie-Scale-Feedback der Sternentstehung und die AGN Aktivität leiten.
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interessiert sich für Akkretionsphysik, die Wechselwirkungen von Materie und Strahlung unter extremen astrophysikalischen Bedingungen wie hoher Temperatur und Druck, starker Gravitation und hohem magnetischem Feld.