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Cool circumgalactic gas in galaxy clusters

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Systeme in unserem Universum; sie erstrecken sich über mehrere Millionen Lichtjahre und umfassen bis zu 1000 Galaxien. Die Materie, die die Galaxienhaufen durchdringt, wird als "Intracluster-Medium" (ICM) bezeichnet, ein sehr heißes und ionisiertes Gas (T~ 10-100 Millionen K), das aufgrund von thermischer Bremsstrahlung helle Röntgenstrahlen aussendet. Wissenschaftler des MPA und der Universität Heidelberg haben herausgefunden, dass das ICM auch eine beträchtliche Menge an kühlem Gas (10.000 K) enthält und zwar bis in große Entfernungen. Der statistische Zusammenhang zwischen den Halos von Galaxienhaufen und den Absorptionsmerkmalen deutet auf einen komplexen Ursprung dieses kühlen Gases hin, bei dem die Gaswolken entweder mit Satellitengalaxien assoziiert sind oder zuvor aus ihren Halos gerissen wurden. mehr

Galaxien beleuchten benachbarte Wasserstoff-Halos

Galaxien sind von großen Gasreservoirs umgeben - hauptsächlich Wasserstoff und Helium. Das Wasserstoffgas leuchtet schwach in einer bestimmten ultravioletten Wellenlänge - oder Farbe - namens Lyman-alpha. Wissenschaftler am MPA haben entdeckt, dass diese Lyman-alpha Halos größer sind als bisher angenommen und mehrere 100.000 Lichtjahre umfassen. Die ermittelte Größe und Form der Halos weist darauf hin, dass das Licht im äußeren Bereich der Halos eher von anderen umgebenden Galaxien oder dem umgebenden Gas stammt als von der zentralen Galaxie selbst.
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In Zentren einiger nahe gelegener Galaxien finden sich ungewöhnliche Populationen sehr massereicher Sterne

Eine neue Galaxienstudie mit Daten aus der MaNGA-Himmelsdurchmusterung zeigt, dass die „Ursprüngliche Massenfunktion“ von Sternen, d. h. die Massenverteilung bei ihrer Entstehung, möglicherweise nicht so universell ist, wie allgemein angenommen. Die MPA-Studie fand in einigen Galaxien einen Überschuss an sehr massereichen Sternen. Der gleichezeitige Überschuss an Radioquellen in der Stichprobe könnte ein interessanter Hinweis darauf sein, dass in diesen Galaxien eine verborgene Population Schwarzer Löcher existieren könnte. mehr

Galaxienentwicklung mit L-GALAXIES: Einfluss der Galaxienumgebung

Die Farben und Sternentstehungsraten von Galaxien sind bei Abständen bis zu 10 Megaparsec stark miteinander korreliert. Die derzeitigen Modelle zur Galaxienentstehung können diese großräumigen Korrelationen jedoch nicht gut wiedergeben. WissenschaftlerInnen am MPA, der Universität Surrey und der Universität Heidelberg aktualisieren deshalb das Münchner Galaxienentstehungsmodell L-GALAXIES mit einer ausgeklügelten und exakten Methode, um die Einflüsse der Galaxienumgebung zu berücksichtigen. Das neueste Modell stimmt deutlich besser mit den Beobachtungen überein als seine Vorgänger und zeigt, dass die Eigenschaften der Galaxien stärker von ihrer Umgebung abhängen und zwar bis zu Entfernungen von mehreren Megaparsec von den Zentren ihrer Halos aus dunkler Materie. mehr

<p>Das kühle zirkumgalaktische Medium in SDSS-Galaxien</p>

Das Gas in und um Galaxien kann mit Studien der Absorptionslinien im Licht von Hintergrund-Quasaren untersucht werden. Wissenschaftler am MPA haben nun eine große Stichprobe aus dem SDSS DR16 verwendet, um Absorber in Hintergrund-Quasaren automatisch zu erkennen und sie mit Vordergrundgalaxien in Verbindung zu bringen. Ihre Analyse zeigt, dass kühles zirkumgalaktisches Gas für Galaxien mit hoher Sterneentstehung einen anderen physikalischen Ursprung hat als für passive Galaxien. mehr

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