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Zoom auf Dunkle Materie

2. September 2020

Computersimulation zeigt, dass große und kleine Halos aus dunkler Materie erstaunlich ähnlich sind mehr

Wenn interstellares Gas auf ein supermassereiches Schwarzes Loch fällt, setzt es riesige Energiemengen frei – so viel, dass das Gasreservoir einer Galaxie zum großen Teil ausgestoßen werden kann. Letztlich können supermassereiche Schwarze Löcher sich selbst auf diese Weise von weiterem Nachschub abschneiden und das Ende ihres eigenen Wachstums und des Wachstums ihrer Wirtsgalaxien herbeiführen. Ein neues Modell, das am MPA entwickelt wurde, ermöglicht es nun, Winde, die durch akkretierende Schwarze Löcher beschleunigt werden, in Simulationen der Galaxienentwicklung auf physikalisch genaue und validierte Weise zu simulieren. Indem die Winde dichtes Gas aus dem galaktischen Kern blasen und das Einströmen aus dem galaktischen Halo stoppen, spielen die Winde eine entscheidende Rolle dabei, wie sich die Wirtsgalaxie des Schwarzen Lochs entwickelt. mehr

Kosmologische Informationen aus Galaxien-Durchmusterungen abzuleiten ist ein schwieriges Unterfangen – eines, dem MPA-Forscher nun einen Schritt näher gekommen sind. Mit Hilfe eines theoretischen Rahmens, der effektiven Feldtheorie, in Kombination mit einem neuen statistischen Ansatz, konnten sie aus einem simulierten Galaxiendatensatz die korrekten kosmologischen Parameter rekonstruieren. mehr

Ein neues Modell der Galaxienentstehung unterstützt Wissenschaftler dabei, die Verteilung von Gas und Sternen innerhalb von Galaxien besser zu verstehen. Forscher des MPA in Garching haben zusammen mit Kollegen aus der Schweiz, China, Großbritannien und Island L-GALAXIES 2020 veröffentlicht, die neueste Version des L-GALAXIES-Modellprojekts. Es handelt sich dabei um eine Computersimulation, die viele Millionen Galaxien gleichzeitig errechnet, von denen sich jede selbstkonsistent über Milliarden von Jahren kosmischer Zeit entwickelt. mehr

Anstatt spezielle Regionen in aufwändigen großen Simulationen zu untersuchen, verwenden MPA-Wissenschaftler das IllustrisTNG-Modell, um separate Universen mit einer modifizierten Kosmologie zu erschaffen. Die Analyse dieser separaten Universen zeigt, dass die gemessene Anzahl der Galaxien je nach Messmethode steigt oder sinkt, wenn sich die Dichte der Baryonen (also der "normalen" Materie) ändert. Auch die großräumige Verteilung der Materie wird durch die Auswirkungen der Baryonen beeinflusst, wobei verschiedene Messungen unterschiedlich reagieren. mehr

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