Aktuelles

Simulation einer Sternentstehungsregion mit einem Zoombild auf einen dichten Kern.

Sonnenähnliche Sterne entstehen in turbulenten molekularen Wolken und sind von protostellaren Scheiben aus Gas und Staub umgeben – den Geburtsstätten der Planeten. Während die frühesten Phasen der Scheibenbildung durch das umgebende dichte Gas verborgen bleiben, kann ALMA protostellare Scheiben kurz nach ihrer Entstehung beobachten. In einem vom Exzellenzcluster ORIGINS geförderten Projekt führten Forschende von MPA, MPE, Harvard und der Universität zu Köln hochauflösende, nicht-ideale magnetohydrodynamische Simulationen durch, die die Bildung protostellarer Scheiben selbstkonsistent von ihren turbulenten molekularen Ursprungswolken bis hinunter zu stellaren Skalen über mehr als zehn Größenordnungen hinweg verfolgen. Die Studie legt die komplexen Wege offen, auf denen sich protostellare Scheiben bilden, und zeigt, dass Magnetfelder eine zentrale Rolle bei ihrer Entstehung und frühen Entwicklung spielen. mehr

Bild mit Punkten für Galaxien, Pfeilen für Geschwindigkeit und einer bläulichen Verteilung der dunklen Materie.

Eine Gruppe europäischer Astronomen hat mithilfe neu entwickelter Computertechnologie ein 100 Jahre altes Rätsel gelöst. Während sich die meisten Galaxien in unserer Nachbarschaft aufgrund der ungestörten kosmischen Expansion wie erwartet von uns entfernen, nähert sich unser riesiger Nachbar mit hoher Geschwindigkeit. Systematische numerische Experimente zeigen, dass diese schnelle Annäherung auf massereiche Halos aus dunkler Materie zurückzuführen ist, die sowohl die Andromeda-Galaxie als auch unsere eigene Milchstraße umgeben. Allerdings bremst diese Masse etwas weiter entfernte Galaxien nicht, da ihre Wirkung durch noch weiter entfernte dunkle Materie ausgeglichen wird. Diese erstreckt sich in einer riesigen, flachen Schicht weit über die betrachteten benachbarten Galaxien hinaus. mehr

Preisträgerin mit Zertifikat und Medaille, flankiert von zwei Professoren in akademischen Gewändern.

Für ihre hervorragenden Studienleistungen erhielt Claude Cournoyer-Cloutier, die derzeit als Postdoktorandin am Max-Planck-Institut für Astrophysik tätig ist, Ende November an der McMaster University in Hamilton, Kanada, die Goldmedaille des Generalgouverneurs. mehr

KI gegen Supercomputer, Runde 1: Galaxiensimulation geht an KI

In der ersten Studie dieser Art haben Forscher des RIKEN Center for Interdisciplinary Theoretical and Mathematical Sciences (iTHEMS) in Japan gemeinsam mit Kollegen des Max-Planck-Instituts für Astrophysik (MPA) und des Flatiron Institute maschinelles Lernen – eine Form der künstlichen Intelligenz – eingesetzt. Damit konnten sie die Rechenzeit für die Simulation der Entwicklung von Galaxien in Verbindung mit Supernova-Explosionen erheblich verkürzen. Dieser Ansatz könnte dabei helfen, die Entstehung unserer eigenen Galaxie und insbesondere die für das Leben in der Milchstraße wesentlichen Elemente zu verstehen. mehr

Direkter und gestochen scharfer Blick ins "kosmische Netz"

Die Materie im intergalaktischen Raum ist in einem riesigen Netz von fadenförmigen Strukturen verteilt, die miteinander verbunden sind und als kosmisches Netz bezeichnet werden. Ein internationales Forschungsteam hat nun mittels hunderter Beobachtungsstunden ein einzigartiges, gestochen scharfes Bild eines kosmischen Filaments innerhalb dieses Netzes aufgenommen, das zwei aktive Galaxien miteinander verbindet - zu einer Zeit, als das Universum erst etwa zwei Milliarden Jahre alt war. mehr

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