Aktuelles

Wirkt Schwerkraft auf die bisher nicht verstandene Dunkle Materie auf dieselbe Weise wie auf gewöhnliche Materie? Ein Team von Wissenschaftler:innen des MPA und der Universität Genf (Schweiz) hat eine neue Methode entwickelt, um diese Frage zu beantworten: Sie messen die Zeitdilatation in Galaxienhaufen. Mithilfe zukünftiger Datensätze könnte diese Methode Verstöße gegen das Äquivalenzprinzip mit einer Genauigkeit von wenigen Prozent nachweisen. mehr

In diesem Jahr verlieh die Astronomische Gesellschaft Japans (ASJ) den „Young Astronomer Award“ an den MPA-Postdoktoranden Sunmyon Chon für seine Arbeit zum Thema „Theoretische Untersuchungen zur Entwicklung der anfänglichen Massenfunktion von Sternen mit niedrigem Metallgehalt im frühen Universum“. Die ASJ hob „seine bedeutenden Beiträge zur theoretischen Astrophysik, insbesondere hinsichtlich der Sternentstehung im frühen Universum, hervor. Ein Thema, das er durch Simulationen unter Verwendung des Supercomputers ATERUI II des National Astronomical Observatory of Japan vorangetrieben hat.“ mehr

Eric Rohr kam ans MPA, um von der hier vorhandenen numerischen und wissenschaftlichen Expertise zu profitieren. Mit dem umfangreichen Freizeitprogramm hatte er nicht gerechnet. mehr

Sonnenähnliche Sterne entstehen in turbulenten molekularen Wolken und sind von protostellaren Scheiben aus Gas und Staub umgeben – den Geburtsstätten der Planeten. Während die frühesten Phasen der Scheibenbildung durch das umgebende dichte Gas verborgen bleiben, kann ALMA protostellare Scheiben kurz nach ihrer Entstehung beobachten. In einem vom Exzellenzcluster ORIGINS geförderten Projekt führten Forschende von MPA, MPE, Harvard und der Universität zu Köln hochauflösende, nicht-ideale magnetohydrodynamische Simulationen durch, die die Bildung protostellarer Scheiben selbstkonsistent von ihren turbulenten molekularen Ursprungswolken bis hinunter zu stellaren Skalen über mehr als zehn Größenordnungen hinweg verfolgen. Die Studie legt die komplexen Wege offen, auf denen sich protostellare Scheiben bilden, und zeigt, dass Magnetfelder eine zentrale Rolle bei ihrer Entstehung und frühen Entwicklung spielen. mehr

Eine Gruppe europäischer Astronomen hat mithilfe neu entwickelter Computertechnologie ein 100 Jahre altes Rätsel gelöst. Während sich die meisten Galaxien in unserer Nachbarschaft aufgrund der ungestörten kosmischen Expansion wie erwartet von uns entfernen, nähert sich unser riesiger Nachbar mit hoher Geschwindigkeit. Systematische numerische Experimente zeigen, dass diese schnelle Annäherung auf massereiche Halos aus dunkler Materie zurückzuführen ist, die sowohl die Andromeda-Galaxie als auch unsere eigene Milchstraße umgeben. Allerdings bremst diese Masse etwas weiter entfernte Galaxien nicht, da ihre Wirkung durch noch weiter entfernte dunkle Materie ausgeglichen wird. Diese erstreckt sich in einer riesigen, flachen Schicht weit über die betrachteten benachbarten Galaxien hinaus. mehr

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