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Kippenhahn-Preis 2018 für Aoife Boyle

24. Juli 2019

Während des diesjährigen MPA-Sommerfestes wurde Aoife Boyle der Kippenhahn-Preis 2018 für die beste Veröffentlichung durch einen Studenten am MPA überreicht für ihre Arbeit über "Understanding the Neutrino mass constraints achievable by combination CMB lensing and spectroscopic galaxy surveys". Die Auswahlkommission war sehr beeindruckt von der Publikation, die sie als Einzelautorin veröffentlichte, was in der heutigen Verlagskultur recht selten ist. Der Kippenhahn-Preis wurde in diesem Jahr zum zehnten Mal vergeben und würdigt die herausragende Publikation eines MPA-Studenten.

Sherry Suyu gratuliert Aoife Boyle im Namen des gesamten Auswahlkommittees. Bild vergrößern
Sherry Suyu gratuliert Aoife Boyle im Namen des gesamten Auswahlkommittees.

Der 2009 vom ehemaligen Direktor Prof. Rudolf Kippenhahn ins Leben gerufene Preis wird an die beste Veröffentlichung eines MPA-Studenten zur Motivation der Studierenden vergeben. Der Student muss Erstautor sein und einen wesentlichen Beitrag zu den wissenschaftlichen Ideen, Berechnungen und Analysen sowie zum Schreiben der Arbeit geleistet haben. Für das Jahr 2018 musste sich der Ausschuss für eine von acht Veröffentlichungen entscheiden, die alle sehr gut waren. Am Ende waren sich aber alle einig, dass, dass eine Arbeit herausstach – die zudem von einem einzelnen Autor geschrieben worden war: Aoife Boyle kombinierte zwei Methoden, um die Neutrino-Masse einzuschränken.

Massereiche Neutrinos beeinflussen die Entstehung kosmischer Strukturen auf vielfältige Weise, über die Expansionsrate des Universums, die Wachstumsrate von Dichtefluktuationen und die skalenabhängige Veränderung des Leistungsspektrums durch das Neutrino-Free-Streaming. Beobachtungskampagnen zur großräumigen Struktur wurden bereits verwendet, um die Neutrino-Masse einzuschränken, aber die Forscher verstanden nicht im Detail, woher die Einschränkungen kamen oder wie die Einschränkungen von den angenommenen kosmologischen Modellen abhingen. Boyles Beitrag verdeutlicht erstmals, wie die Einschränkungen von kosmologischen Modellen abhängen, und zeigt, wie man mit der Neutrino-Free-Streaming-Signatur die Neutrino-Masse modellunabhängig einschränkt. Ihr Beitrag zeigt auch, wie eine beliebte Kombination von Datensätzen, die Baryon Acoustic Oscillations kombiniert mit dem Linseneffekt gemessen im kosmischen Mikrowellenhintergrund, viele Informationen verschwendet, und die Free-Streaming-Signatur im Leistungsspektrum von Galaxien vielversprechende modellunabhängige Einschränkungen der Neutrino-Masse bietet.

 

 
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