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Die Lücke wird geschlossen: Von massereichen Sternen zu Supernovae in 3D

1. November 2017
Ein Team von Astrophysikern von der Queen's University Belfast, dem Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA) und der Monash University (Australien) hat zum ersten Mal dreidimensionale Computersimulationen vom Ende eines massereichen Sterns durchgeführt, die dessen Entwicklung von seiner letzten Phase des nuklearen Brennens, über den Kollaps seines eisernen Kerns bis zu den ersten Sekunden der einsetzenden Explosion als Supernova nachverfolgen. Mit Beginn des Kollapses wirbeln heftige, großskalige Konvektionsströmungen die Schale des Sterns auf, in der noch Sauerstoffbrennen stattfindet. Die Simulationen zeigen, dass diese Konvektion die Explosion des Sterns entscheidend unterstützen kann. [mehr]
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Nachruf

30. Oktober 2017
Am 22. Oktober 2017 verstarb im Alter von 97 Jahren Dr. Eleonore Trefftz, Emeritiertes Wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für Astrophysik, Garching. Mit Eleonore Trefftz verliert die Max-Planck-Gesellschaft eine bedeutende Forscherpersönlichkeit. [mehr]
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Kippenhahn-Preis für zwei MPA-Nachwuchswissenschaftler

24. Oktober 2017
Zwei Doktoranden des MPA erhalten den Kippenhahn-Preis 2016 für die beste Publikation eines MPA-Studenten. Titouan Lazeyras erhält den Preis für seinen Artikel "Large-scale assembly bias of dark matter halos", in dem er hochpräzise Messungen des „halo assembly bias“ vorstellt. Dijana Vrbanec wird für ihre Arbeit "Predictions for the 21 cm-galaxy cross-power spectrum observable with LOFAR and Subaru" ausgezeichnet, in der sie zeigt, dass auf Skalen größer als der typische Abstand zwischen Galaxienhaufen eine klare Anti-Korrelation zu sehen sein sollte. [mehr]
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Gravitationswellen und Licht zeigen zum ersten Mal die Verschmelzung zweier Neutronensterne - und eine Kilonova

16. Oktober 2017
Am 17. August 2017 konnten zum ersten Mal zwei verschmelzende Neutronensterne beobachtet werden: sie sandten ein Gravitationswellensignal sowie energiereiche Gammastrahlung aus. Diese gleichzeitige Beobachtung bestätigt, dass verschmelzende Neutronensterne tatsächlich die Vorläufer von kurzen, sehr energiereichen Ausbrüchen sind, die von Astronomen als sGRBs bezeichnet werden. Nachfolgende Beobachtungen ergaben, dass die Lichtemission vom radioaktiven Zerfall schwerer Elemente herrührt - eine so genannte Kilonova. Dies bestätigt theoretische Vorhersagen - auch von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Astrophysik – und zeigt, dass dass solche Sternkollisionen die kosmische Ursache schwerer Elemente wie Gold und Platin sein können. [mehr]
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Volker Springel zum Direktor am MPA berufen

5. Oktober 2017
Seit dem 1. Oktober 2017 ist Volker Springel neuer Direktor am Max-Planck-Institut für Astrophysik und leitet den Wissenschaftsbereich Numerische Astrophysik, zunächst im Nebenamt und ab 1. August 2018 im Hauptamt. Der theoretische Astrophysiker, der sich hauptsächlich mit Strukturbildung im Universum sowie der Simulation von Galaxien beschäftigt, kehrt damit nach Garching und zu dem Institut zurück, an dem seine wissenschaftliche Karriere begann. [mehr]
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Typ Ia Supernova Modelle kurz nach der Explosion

1. Oktober 2017
Typ Ia Supernovae (SNe Ia) sind spektakuläre Explosionen weißer Zwergsterne und spielen eine wesentliche Rolle in der Astrophysik – sowohl allgemein als auch insbesondere in der Kosmologie. Dennoch sind in Bezug auf die Natur und die physikalischen Mechanismen in SNe Ia noch viele Fragen offen. Automatisierte Himmelsdurchmusterungen werden im Laufe der nächsten Jahre eine beispiellose Zahl an Supernovae des Typs Ia liefern, die kurz nach der Explosion entdeckt werden. Forscher am MPA untersuchten nun, ob unterschiedliche Explosionsmodelle in solch frühen Beobachtungen eindeutige Spuren hinterlassen. Diese könnten dann in zukünftigen Beobachtungsprogrammen genutzt werden, um Licht auf die Vorläufer und den Explosionsmechanismus von SNe Ia zu werfen. [mehr]
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Vorläufer für Tychos Supernova war nicht heiß und leuchtkräftig

25. September 2017
Ein internationales Team von Wissenschaftlern der Monash University (Melbourne, Australien), der Towson und Pittsburgh Universities (USA) sowie des Max-Planck-Instituts für Astrophysik hat die Ursprünge der berühmten Tycho-Supernova neu beleuchtet. Die in Nature Astronomy publizierte Forschung widerlegt die gängige Meinung, dass Tychos Supernova von einem Weißen Zwerg stammte, der langsam Material von einem Begleiter in einem Doppelsternsystem akkretierte.   [mehr]