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Dr. Hannelore Hämmerle
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MPI für Astrophysik, Garching

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Rashid Sunyaev erhält Zel'dovich-Goldmedaille von der Russischen Akademie der Wissenschaften

20. März 2015
Das Präsidium der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAS) beschloss 2015, MPA-Direktor Rashid Sunyaev mit der nach Ya.B. Zel'dovich benannten Goldmedaille auszuzeichnen, für eine Reihe von den Veröffentlichungen über das sehr frühe Universum. Diese enthalten insbesondere Berechnungen über die letzte Streuung der Photonen (als das Universum durchsichtig wurde) und die Schwarzkörperstrahlung, die später als der kosmische Mikrowellenhintergrund beobachtet werden konnte. Die RAS ehrt damit zum ersten Mal einen Wissenschaftler mit dieser Medaille für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Physik und Astrophysik. Der Preis wurde nach dem sowjetischen Physiker und physikalischen Chemiker Ya B. Zel'dovich benannt, der Rashid Sunyaevs Doktorvater war und mit dem Sunyaev viele Jahre zusammenarbeitete. [mehr]
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Rashid Sunyaev erhält Eddington-Medaille der Royal Astronomical Society

1. März 2015
Die Eddington-Medaille der Royal Astronomical Society geht in diesem Jahr an Professor Rashid Sunyaev, Direktor am Max-Planck-Institut für Astrophysik und Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften. Sie wird für die Einzelleistung eines Wissenschaftlers verliehen, der sich in besonderer Weise um die theoretische Astrophysik verdient gemacht hat. [mehr]
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Eine neue Methode zur Bestimmung der Geschwindigkeit des Gases in Galaxienhaufen aus Röntgenbildern

1. März 2015
Röntgenbeobachtungen liefern detaillierte Informationen über die Dichte und Temperatur des heißen Gases in Galaxienhaufen. Eine weitere wichtige Größe, die auch gemessen werden muss, ist die Gasgeschwindigkeit. Während die derzeitigen Röntgen-Observatorien nicht über die erforderliche Energieauflösung verfügen, um die Geschwindigkeiten direkt zu messen, werden zukünftige Observatorien wie ASTRO-H und ATHENA genau dieses Problem lösen. MPA-Wissenschaftler haben nun in einem internationalen Team gezeigt, dass das Leistungsspektrum des Geschwindigkeitsfeldes schon jetzt direkt aus Röntgenaufnahmen von relaxierten Haufen bestimmt werden kann. Numerische Simulationen bestätigen diese einfache theoretische Idee und eröffnen so eine neue Möglichkeit die Gasgeschwindigkeiten mit bereits vorhandenen Röntgendaten zu sondieren. [mehr]
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Planck enthüllt späte Geburt der ersten Sterne

12. Februar 2015
Neue Karten des ESA-Satelliten Planck zeigen den gesamten Himmel im "polarisierten" Licht des frühen Universums und verraten, dass sich die ersten Sterne viel später gebildet haben, als bisher angenommen. Diese Karten geben aber auch neue Einblicke in unsere Milchstraße und zeigen dabei, dass deren Staub, der an keinem Ort des Himmels vernachlässigt werden darf, uns spektakuläre Ansichten galaktischer Magnetfelder liefert. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Astrophysik entwickelten wichtige Software-Komponenten für Planck und beteiligen sich intensiv an der wissenschaftlichen Auswertung der Missionsdaten. Insbesondere trugen sie zur Analyse der Missionsdaten bezüglich Galaxienhaufen, der Wirkung von Gravitationslinsen auf den CMB, galaktischem Staub und Magnetfeldern, sowie zu primordialen Magnetfeldern bei. [mehr]
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Galaktische Anatomie mittels Gammastrahlung

1. Februar 2015
Die Anatomie der Milchstraße, betrachtet im Gammalicht, ist besonders rätselhaft. So gibt es mysteriöse, gigantische Blasen über und unter dem Zentrum der Milchstraße, die solche hochenergetische Strahlung aussenden. Ein neues Verfahren zur Bildgebung, entwickelt am Max-Planck-Institut für Astrophysik, hat die galaktische Gammastrahlung nun in nur drei fundamentale Komponenten zerlegt: Strahlung von Punktquellen, Strahlung aus Reaktionen energetischer Protonen mit dichten, kalten Gaswolken, sowie Strahlung von Elektronen, die mit Licht in dünnem, heißem, galaktischem Gas kollidieren. Die damit gewonnenen anatomischen Einblicke helfen einige Rätsel der Milchstraße zu lüften. So zeigt sich, dass die Gammablasen einfach nur Ausflüsse von gewöhnlichem, heißem Gas aus dem Zentralbereich der Milchstraße sind. [mehr]
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Starburst-Zyklen in Galaxien

1. Januar 2015
Einerseits weiß man, dass Galaxien sich in Halos aus Dunkler Materie befinden; andererseits widersprechen sich kosmologische Simulationen und Beobachtungen bezüglich der detaillierten Verteilung dieser Dunklen Materie: das sogenannte "cuspy halo"-Problem. Astrophysiker am MPA haben nun spektrale Merkmale bei einer Vielzahl an Galaxien der SDSS-Himmelsdurchmusterung verwendet, um zu zeigen, dass starke Sternexplosionen in Galaxien geringer Masse häufig genug auftreten, um das innere Massenprofil der Galaxien zu glätten. Dies könnte erklären, warum die theoretisch vorhergesagten "Spitzen" nicht beobachtet werden. [mehr]
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Ein neuer Messstab: Abstandsmessung mit Winkeldurchmesser und Zeitverzögerung bei starken Gravitationslinsen

1. Dezember 2014
Seitdem Edwin Hubble 1929 entdeckte, dass sich das Universum ausdehnt, spielt die Messung kosmologischer Entfernungen eine wichtige Rolle um kosmologische Modelle überprüfen zu können. Wissenschaftler am MPA schlagen jetzt eine entscheidende Verbesserung zur Standardmaßstabmethode vor, neben den bekannten Methoden der Standardkerzen mit Objekten bekannter Leuchtstärke bzw. des Standardmaßstabs mit Objekten bekannter Größe. Dafür nutzen sie ein Gravitationslinsensystem mit einer zeitveränderlichen Quelle (z.B. einem Quasar), um den Winkeldurchmesser-Abstand von der Linse zu messen. Diese Methode eröffnet einen neuen Weg, um unser Universum zu kartieren und zu verstehen, warum sich unser Universum beschleunigt ausdehnt. [mehr]
 
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