Alexander Rawlings erhält den Väisälä-Preis für seine herausragende Doktorarbeit

2. Juni 2026

Die Finnische Astronomische Gesellschaft hat den MPA-Postdoc Alexander Rawlings für mit dem renommierten Väisälä-Preis ausgezeichnet für die beste zwischen 2024 und 2025 in Finnland fertiggestellte Doktorarbeit.
 

Rawlings, der an der Universität Helsinki promovierte, wurde für seine neuartige Forschung zur „Dynamik supermassereicher Schwarzer Löcher (SMBH) in massereichen Galaxien” ausgewählt. In seiner Arbeit untersucht er, wie SMBHs bei Galaxienkollisionen interagieren und verschmelzen. Bei diesem Prozess treten starke Gravitationswellenausbrüche auf, die wichtige Beobachtungsziele für Observatorien der nächsten Generation wie die Laser Interferometer Space Antenna (LISA) und Pulsar-Timing-Arrays darstellen.

Mithilfe des Ketju-Codes führte Rawlings fortschrittliche Simulationen durch, um zu untersuchen, wie numerische Methoden die Genauigkeit von SMBH-Verschmelzungsmodellen beeinflussen. Zudem erforschte er die dramatischen Folgen des Gravitationswellenrückstoßes, bei dem ein verschmolzenes SMBH mit hoher Geschwindigkeit aus seiner Wirtsgalaxie ausgestoßen wird. Seine Erkenntnisse liefern entscheidende Vorhersagen für die Erkennung von rückstoßenden Schwarzen Löchern in aktuellen und zukünftigen Beobachtungskampagnen.

Der nach dem renommierten finnischen Astronomen Yrjö Väisälä benannte Väisälä-Preis wird alle zwei Jahre verliehen und unterstreicht die Bedeutung der Grundlagenforschung für das Verständnis der extremsten Phänomene des Universums. Im Rahmen dieser Ehrung hielt Rawlings einen Gastvortrag bei den Nordic-Baltic Astronomer’s Days 2026 in Turku und stellte seine Forschungsergebnisse einem internationalen Publikum von Astrophysikern vor.

Rawlings setzt seine Forschung nun am MPA fort, unterstützt durch den Exzellenzcluster Origins. Dort wird er die Rolle von Schwarzen Löchern in der Galaxienentwicklung und im Gravitationswellenhimmel weiter erforschen.

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