Forschungsmeldungen

Auf dieser Seiten finden Sie eine monatlich aktualisierte Liste mit Forschungsmeldungen über die derzeitigen Forschungsthemen des MPA.

Aktuelle Forschungsmeldungen

Standard 1430991255

Was die Röntgenemission von Galaxien und Galaxienhaufen verrät

1. Mai 2015
Durch die Kombination der Daten von 250.000 einzelnen Objekten ist es einem vom MPA geleiteten Wissenschaftlerteam zum ersten Mal gelungen, die Röntgenemission einheitlich für Objekte zu messen, deren Massen von Milchstraßen-ähnlichen Objekten bis hin zu mächtigen Galaxienhaufen reichen. Die Ergebnissen sind überraschen einfach und geben neue Einsichten, wie die gewöhnliche Materie heute im Universum verteilt ist – und wie diese Verteilung durch den Energieeintrag von galaktischen Kernen beeinflusst wird. [mehr]
Teaser image vertical 1429775104

Computersimulation zeigt erfolgreiche Sternexplosion in drei Dimensionen

1. April 2015
Massereiche Sterne explodieren am Ende ihres Lebens als Supernova, doch wie genau verläuft die Explosion und welche Rolle spielen ganz unterschiedliche physikalische Prozesse? Zum ersten Mal konnten Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Astrophysik nun eine Sternexplosion vollständig in allen drei Dimensionen mit detaillierter Physik simulieren. Dabei zeigt sich, dass die energiereichen, vom Neutronenstern abgestrahlten Neutrinos wie erwartet die Explosion auslösen, indem sie die Sternmaterie heizen. Turbulente Strömungen unterstützen diesen Prozess und führen zu einer energiereicheren Explosion. [mehr]
Thumbnail 1425994529

Eine neue Methode zur Bestimmung der Geschwindigkeit des Gases in Galaxienhaufen aus Röntgenbildern

1. März 2015
Röntgenbeobachtungen liefern detaillierte Informationen über die Dichte und Temperatur des heißen Gases in Galaxienhaufen. Eine weitere wichtige Größe, die auch gemessen werden muss, ist die Gasgeschwindigkeit. Während die derzeitigen Röntgen-Observatorien nicht über die erforderliche Energieauflösung verfügen, um die Geschwindigkeiten direkt zu messen, werden zukünftige Observatorien wie ASTRO-H und ATHENA genau dieses Problem lösen. MPA-Wissenschaftler haben nun in einem internationalen Team gezeigt, dass das Leistungsspektrum des Geschwindigkeitsfeldes schon jetzt direkt aus Röntgenaufnahmen von relaxierten Haufen bestimmt werden kann. Numerische Simulationen bestätigen diese einfache theoretische Idee und eröffnen so eine neue Möglichkeit die Gasgeschwindigkeiten mit bereits vorhandenen Röntgendaten zu sondieren. [mehr]
Teaser image horizontal 1424276383

Galaktische Anatomie mittels Gammastrahlung

1. Februar 2015
Die Anatomie der Milchstraße, betrachtet im Gammalicht, ist besonders rätselhaft. So gibt es mysteriöse, gigantische Blasen über und unter dem Zentrum der Milchstraße, die solche hochenergetische Strahlung aussenden. Ein neues Verfahren zur Bildgebung, entwickelt am Max-Planck-Institut für Astrophysik, hat die galaktische Gammastrahlung nun in nur drei fundamentale Komponenten zerlegt: Strahlung von Punktquellen, Strahlung aus Reaktionen energetischer Protonen mit dichten, kalten Gaswolken, sowie Strahlung von Elektronen, die mit Licht in dünnem, heißem, galaktischem Gas kollidieren. Die damit gewonnenen anatomischen Einblicke helfen einige Rätsel der Milchstraße zu lüften. So zeigt sich, dass die Gammablasen einfach nur Ausflüsse von gewöhnlichem, heißem Gas aus dem Zentralbereich der Milchstraße sind. [mehr]
Teaser image horizontal 1425991310

Starburst-Zyklen in Galaxien

1. Januar 2015
Einerseits weiß man, dass Galaxien sich in Halos aus Dunkler Materie befinden; andererseits widersprechen sich kosmologische Simulationen und Beobachtungen bezüglich der detaillierten Verteilung dieser Dunklen Materie: das sogenannte "cuspy halo"-Problem. Astrophysiker am MPA haben nun spektrale Merkmale bei einer Vielzahl an Galaxien der SDSS-Himmelsdurchmusterung verwendet, um zu zeigen, dass starke Sternexplosionen in Galaxien geringer Masse häufig genug auftreten, um das innere Massenprofil der Galaxien zu glätten. Dies könnte erklären, warum die theoretisch vorhergesagten "Spitzen" nicht beobachtet werden. [mehr]
Teaser image horizontal 1426065421

Ein neuer Messstab: Abstandsmessung mit Winkeldurchmesser und Zeitverzögerung bei starken Gravitationslinsen

1. Dezember 2014
Seitdem Edwin Hubble 1929 entdeckte, dass sich das Universum ausdehnt, spielt die Messung kosmologischer Entfernungen eine wichtige Rolle um kosmologische Modelle überprüfen zu können. Wissenschaftler am MPA schlagen jetzt eine entscheidende Verbesserung zur Standardmaßstabmethode vor, neben den bekannten Methoden der Standardkerzen mit Objekten bekannter Leuchtstärke bzw. des Standardmaßstabs mit Objekten bekannter Größe. Dafür nutzen sie ein Gravitationslinsensystem mit einer zeitveränderlichen Quelle (z.B. einem Quasar), um den Winkeldurchmesser-Abstand von der Linse zu messen. Diese Methode eröffnet einen neuen Weg, um unser Universum zu kartieren und zu verstehen, warum sich unser Universum beschleunigt ausdehnt. [mehr]
Teaser image vertical 1426068310

Sterne beeinflussen zentrale Verteilung der Dunklen Materie in Galaxienhaufen

1. November 2014
Dunkle Materie ist ein zentraler Baustein für unser Verständnis der Physik des frühen Universums, der großräumigen Strukturen im Kosmos und der Galaxienentstehung. In ihrer einfachsten Form besteht "kalte dunkle Materie" aus nicht-relativistischen, schwach wechselwirkenden Teilchen, die nicht im Standardmodell der Teilchenphysik enthalten sind. Auf astrophysikalischen Skalen interagiert dunkle Materie mit Baryonen (gewöhnlicher Materie) allein durch die Schwerkraft. Aufgrund der einfachen physikalischen Gesetze, die diese Wechselwirkung beschreiben, kann man der Dynamik und der fortlaufenden Konzentration der dunklen Materie mit Hilfe von N-Körper-Simulationen folgen. Vor kurzem haben Wissenschaftler am MPA mit kosmologischen N-Körper-Simulationen zeigen können, dass die Verschmelzung von Galaxien (mit Sternen *und* Dunkler Materie) im Zentrum von Galaxienhaufen die zentrale Verteilung der Dunklen Materie derart verändern kann, dass die jüngsten Unstimmigkeiten, die zwischen Beobachtungen und Simulationen gefunden wurden, abgemildert werden. [mehr]
 
Zur Redakteursansicht
loading content