Forschungsmeldungen

Auf dieser Seiten finden Sie eine monatlich aktualisierte Liste mit Forschungsmeldungen über die derzeitigen Forschungsthemen des MPA.

Aktuelle Forschungsmeldungen

Aktuelle Forschungsmeldungen

Original 1542710912

Gammastrahlen enthüllen die Geschichte der Sternentstehung im Universum

1. Dezember 2018
Astrophysiker am MPA führten gemeinsam mit einem internationalen Team von Wissenschaftlern eine Messung des gesamten Lichts im Universum durch, dem sogenannten „extragalaktischen Hintergrundlicht“ (EBL). Das EBL ist quasi ein Meer aus Photonen (Lichtteilchen), die sich seit kurz nach dem Urknall allmählich angesammelt haben, seit die ersten Sterne zu leuchten begannen. Die Ergebnisse werden in der Zeitschrift Science am 30. November veröffentlicht. [mehr]
Teaser 1540807192

Untersuchung von Lyman-α-Galaxien mit Hilfe des starken Gravitationslinseneffektes

1. November 2018
Der starke Gravitationslinseneffekt ist ein extrem leistungsfähiges Hilfsmittel, um die Grenzen der Auflösung aktueller Teleskope zu überwinden und das hoch-rotverschobene, d.h. entfernte Universum zu untersuchen. Wissenschaftler des MPA nutzen diesen Effekt, um eine detaillierte Studie von 17 Lyman-α-Galaxien durchzuführen. Dabei konnten sie die Größen und Sternentstehungsraten aus der rekonstruierten UV-Kontinuumsstrahlung bestimmen. [mehr]
Original 1537888554

Die Entstehung von (sehr) langsam rotierenden Sternen

1. Oktober 2018
Bei einigen Sternen wird eine extrem lange Rotationsperiode beobachtet, was zum "Problem der langsamen Rotation" führt. Eine am MPA entwickelte Theorie zeigt nun, wie das Magnetfeld der "Geburtswolke" eines Sterns dazu führen kann, dass einige Sterne Masse ansammeln ohne eine signifikante Rotation zu erreichen. [mehr]
Original 1535012337

Die Entstehung der diffusesten Kerne von Riesengalaxien im Universum

1. September 2018
In den Zentren von riesigen elliptischen Galaxien verstecken sich supermassereiche schwarze Löcher (SMBHs), die mehrere 10 Milliarden Sonnenmassen schwer sein können. Zugleich „fehlt“ Licht in den Kernen dieser Galaxien, denn ihre stellare Kerndichte ist viel niedriger als bei anderen Riesengalaxien. Ein Forscherteam der Universität von Helsinki und der astronomischen Max-Planck Institute in Garching haben den Ursprung des „fehlenden Lichts“ mit einer neu entwickelten Simulationsmethode und realistischen Galaxienmodellen untersucht. Wenn zwei elliptische Riesengalaxien und deren stellare Kerne incl. SMBHs miteinander verschmelzen, werden viele Sterne aus der zentralen Region herausgeschleudert. Die neuen Modelle können die gleichzeitige Bildung von diffusen Galaxienkernen und weiterer beobachteter Eigenschaften wie entkoppelter Rotation und anisotroper stellarer Geschwindigkeitsdispersionen erklären. [mehr]
Teaser 1533031615

Neuartige 3D-Methode zur Untersuchung der Kinematik von gelinsten Galaxien

1. August 2018
Gravitationslinsen bieten die Möglichkeit, schwache, weit entfernte Galaxien zu untersuchen. MPA-Forscher haben nun die erste dreidimensionale Methode zur Linsenmodellierung entwickelt, die nicht nur die Rekonstruktion der Massenverteilung der Vordergrundgalaxie, sondern auch die der Kinematik der Hintergrundgalaxie ermöglicht. Somit kann der Materiegehalt nun auch in jungen Galaxien untersucht werden. [mehr]
Original 1528455711

Hochionisierter Sauerstoff: Signaturen des galaktischen Feedbacks

1. Juli 2018
Sauerstoff ist nach Wasserstoff und Helium das häufigste Element im Universum. Es ist ein grundlegendes Spurenelement, um mehr über die Entstehung einzelner Sterne und ganzer Galaxien zu erfahren. Der Ursprung der hoch angeregten Zustände von Sauerstoff im circum-galaktischen Medium (CGM) um Galaxien herum ist nur schwer zu verstehen, und bisherige theoretische Modelle konnten die Messungen aus Beobachtungsbedingungen nur schlecht wiedergeben. Mit kosmologischen Simulationen im Rahmen des IllustrisTNG-Projektes zeigen Forscher des MPA, wie das Feedback von Supernovae und supermassereichen Schwarzen Löchern den Gehalt an schweren Elementen im CGM beeinflussen und mit Daten aus dem nahen Universum in Einklang bringen kann. Dabei sagt das Modell eine deutlich höhere Menge an hochionisiertem Sauerstoff um blaue, sternbildende Galaxien vorher als um rote, eher ruhige Systeme mit exakt gleicher Masse. [mehr]
Original 1536668845

Gravitationswellen als Botschafter aus dem sehr frühen Universum

1. Juni 2018
Quantenschwankungen im sehr frühen Universum führen zu Temperatur- und Polarisationsanisotropien im kosmischen Mikrowellenhintergrund und stellen die Keimzellen dar für die kosmischen Strukturen von heute. Außerdem entstehen durch diese Schwankungen primoridale Gravitationswellen, die Informationen über die Energieskala der Inflation beinhalten; diese Gravitationswellen weichen schwach von einer Gaußverteilung ab. Allerdings können die urzeitlichen Gravitationswellen auch von anderen Quellen erzeugt werden, so dass sich daraus zudem der Energiegehalt des frühen Universums ablesen lässt. Wissenschaftler am MPA haben kürzlich gezeigt, dass diese Gravitationswellen hochgradig nicht-gaußförmig sein können und ihre „Schiefe“ viel größer ist als die, die durch Vakuumschwankungen erzeugt wird. Die Abweichung von einer Gauß-Verteilung ist damit ein wichtiger Test für den Ursprung der primordialen Gravitationswellen. [mehr]
 
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