Forschungsmeldungen

Auf dieser Seiten finden Sie eine monatlich aktualisierte Liste mit Forschungsmeldungen über die derzeitigen Forschungsthemen des MPA.

Aktuelle Forschungsmeldungen

Aktuelle Forschungsmeldungen

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Lange Radiowellen des LOFAR Teleskops dokumentieren Verjüngungskur im Weltall

1. Dezember 2017
Bei Beobachtungen an Galaxienhaufen haben Astronomen unter Mitwirkung des MPA eine neue Klasse von kosmischen Radioquellen aufgespürt. Mit dem digitalen Radioteleskop Low Frequency Array (LOFAR) empfingen sie die längsten Radiowellen, die auf der Erde gemessen werden können, und sahen in der Radiostrahlung einen ungewöhnlichen „Schweif“ hinter einer Galaxie, der nach seinem Erblassen erneut mit Energie versorgt worden sein muss. In dem Fachmagazin Science Advances beschreibt das Team seine Entdeckung, die entweder eine theoretische Vorhersage zur Interaktion von Stoßwellen mit Radioplasma bestätigt oder ein neuartiges Phänomen darstellt. [mehr]
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Die Lücke wird geschlossen: Von massereichen Sternen zu Supernovae in 3D

1. November 2017
Ein Team von Astrophysikern von der Queen's University Belfast, dem Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA) und der Monash University (Australien) hat zum ersten Mal dreidimensionale Computersimulationen vom Ende eines massereichen Sterns durchgeführt, die dessen Entwicklung von seiner letzten Phase des nuklearen Brennens, über den Kollaps seines eisernen Kerns bis zu den ersten Sekunden der einsetzenden Explosion als Supernova nachverfolgen. Mit Beginn des Kollapses wirbeln heftige, großskalige Konvektionsströmungen die Schale des Sterns auf, in der noch Sauerstoffbrennen stattfindet. Die Simulationen zeigen, dass diese Konvektion die Explosion des Sterns entscheidend unterstützen kann. [mehr]
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Typ Ia Supernova Modelle kurz nach der Explosion

1. Oktober 2017
Typ Ia Supernovae (SNe Ia) sind spektakuläre Explosionen weißer Zwergsterne und spielen eine wesentliche Rolle in der Astrophysik – sowohl allgemein als auch insbesondere in der Kosmologie. Dennoch sind in Bezug auf die Natur und die physikalischen Mechanismen in SNe Ia noch viele Fragen offen. Automatisierte Himmelsdurchmusterungen werden im Laufe der nächsten Jahre eine beispiellose Zahl an Supernovae des Typs Ia liefern, die kurz nach der Explosion entdeckt werden. Forscher am MPA untersuchten nun, ob unterschiedliche Explosionsmodelle in solch frühen Beobachtungen eindeutige Spuren hinterlassen. Diese könnten dann in zukünftigen Beobachtungsprogrammen genutzt werden, um Licht auf die Vorläufer und den Explosionsmechanismus von SNe Ia zu werfen. [mehr]
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Wie man mit Röntgenstrahlen von Flares des Schwarzen Lochs molekulare Wolken durchleuchtet

1. September 2017
Das Zentrum der Milchstraße ist ein ganz besonderer Ort, der viele exotische Objekte beherbergt, wie das supermassereiche Schwarze Loch Sagittarius A* und riesige molekulare Wolken. Einige dieser Wolken sind trotz ihrer extremen Kälte Quellen von energiereichen Photonen. Man geht davon aus, dass die Wolken diese Photonen nicht selbst produzieren sondern Röntgenstrahlung von einer externen Quelle streuen. Obwohl Sgr A* derzeit nur schwach im Röntgenlicht strahlt, gilt es als Hauptverursacher dieser Strahlung, da es in den letzten hundert Jahren einige kurze, aber intensive Ausbrüche – sogenannte „Flares“ – zeigte. Durch die Zeitverzögerung, die durch die Lichtausbreitung von Sgr A* zu den Wolken und dann zu uns entsteht, können die Wissenschaftler die Vergangenheit von Sgr A* untersuchen. Gleichzeitig dienen diese Flares als extrem leistungsfähige Sonden für die Eigenschaften des molekularen Gases. So kann insbesondere die komplette 3D-Struktur der molekularen Wolken und deren Dichteverteilung auf kleinen Skalen rekonstruiert werden. [mehr]
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Instabilitäten in relativistischen magnetisierten Akkretionsscheiben

1. August 2017
Mit Hilfe dreidimensionaler, allgemein-relativistischer, magneto-hydrodynamischer Simulationen untersuchten Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA) dicke Akkretionsscheiben, die um schwarze Löcher kreisen. Sie fanden heraus, dass schwache Magnetfelder die Entwicklung von großräumigen Verdichtungen im Akkretionsfluss unterdrücken können. Einsetzende magnetische Turbulenz verändert die Struktur der Akkretionsscheibe und könnte sogar die Stärke des Gravitationswellensignals, das von einem Akkretions-Torus ohne Magnetfeld erzeugt wird, erheblich reduzieren. [mehr]
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Die rotierende Radiostrahlung der Milchstraße – ein Steckbrief

1. Juli 2017
In den Magnetfeldern der Milchstraße rotieren fast lichtschnelle Elektronen und strahlen dabei Radiowellen ab. Als Konsequenz sollte auch die Radiostrahlung ein wenig „rotieren“, d.h. die Strahlung ist zirkular polarisiert. Diese äußerst schwache Zirkular-Polarisation der Milchstraße ist jedoch noch nie beobachtet worden. Forscher am Max-Planck-Institut für Astrophysik und Kollegen haben nun Eigenschaften dieser Polarisation prognostiziert und einen „Steckbrief“ erstellt, mit dem gezielt nach ihr gefahndet werden kann. Die Vermessung der Zirkular-Polarisation würde wichtige Einsichten in die Struktur galaktischer Magnetfelder liefern und bestätigen, dass Elektronen und nicht Positronen die Quelle der Radiostrahlung der Milchstraße sind. [mehr]
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Intensive Strahlung und Winde massereicher Sterne regulieren die Sternentstehung in Galaxien

1. Juni 2017
Nur ein kleiner Bruchteil der Sterne in unserer Milchstraße ist erheblich massereicher als unsere Sonne und explodiert als Supernova vom Typ II am Ende seiner Lebenszeit. Dennoch beeinflussen diese massereichen Sterne das umgebende interstellare Medium (ISM) erheblich stärker, als es ihre geringe Anzahl vermuten ließe, sowohl durch ihre intensive Strahlung und mächtigen Winde (,,Vor-Supernova-Feedback”) als auch durch ihre gewaltigen Supernova-Explosionen (,,Supernova-Feedback”). Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Astrophysik benutzen im Rahmen der SILCC-Kollaboration Simulationen auf Großrechnern, um im Detail den Einfluss dieser verschiedenen Rückkopplungs-Prozesse auf das ISM in Sonnennähe zu untersuchen. Ionisierende Strahlung junger, massereicher Sterne dominiert den Energieausstoß und kann die Energie, welche während einer Supernova-Explosion freigesetzt wird, um eine Größenordnung übersteigen. Nur wenn die Simulation Strahlungsrückkopplung und den Impulseintrag von Sternwinden enthält, sind die Ergebnisse konsistent mit Beobachtungen des ISM, und die Sternentstehungsrate geht zurück. [mehr]
 
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