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Dr. Hannelore Hämmerle
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MPI für Astrophysik, Garching

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Rashid Sunyaev erhält Eddington-Medaille der Royal Astronomical Society

1. März 2015
Die Eddington-Medaille der Royal Astronomical Society geht in diesem Jahr an Professor Rashid Sunyaev, Direktor am Max-Planck-Institut für Astrophysik und Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften. Sie wird für die Einzelleistung eines Wissenschaftlers verliehen, der sich in besonderer Weise um die theoretische Astrophysik verdient gemacht hat. [mehr]
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Eine neue Methode zur Bestimmung der Geschwindigkeit des Gases in Galaxienhaufen aus Röntgenbildern

1. März 2015
Röntgenbeobachtungen liefern detaillierte Informationen über die Dichte und Temperatur des heißen Gases in Galaxienhaufen. Eine weitere wichtige Größe, die auch gemessen werden muss, ist die Gasgeschwindigkeit. Während die derzeitigen Röntgen-Observatorien nicht über die erforderliche Energieauflösung verfügen, um die Geschwindigkeiten direkt zu messen, werden zukünftige Observatorien wie ASTRO-H und ATHENA genau dieses Problem lösen. MPA-Wissenschaftler haben nun in einem internationalen Team gezeigt, dass das Leistungsspektrum des Geschwindigkeitsfeldes schon jetzt direkt aus Röntgenaufnahmen von relaxierten Haufen bestimmt werden kann. Numerische Simulationen bestätigen diese einfache theoretische Idee und eröffnen so eine neue Möglichkeit die Gasgeschwindigkeiten mit bereits vorhandenen Röntgendaten zu sondieren. [mehr]
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Planck enthüllt späte Geburt der ersten Sterne

12. Februar 2015
Neue Karten des ESA-Satelliten Planck zeigen den gesamten Himmel im "polarisierten" Licht des frühen Universums und verraten, dass sich die ersten Sterne viel später gebildet haben, als bisher angenommen. Diese Karten geben aber auch neue Einblicke in unsere Milchstraße und zeigen dabei, dass deren Staub, der an keinem Ort des Himmels vernachlässigt werden darf, uns spektakuläre Ansichten galaktischer Magnetfelder liefert. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Astrophysik entwickelten wichtige Software-Komponenten für Planck und beteiligen sich intensiv an der wissenschaftlichen Auswertung der Missionsdaten. Insbesondere trugen sie zur Analyse der Missionsdaten bezüglich Galaxienhaufen, der Wirkung von Gravitationslinsen auf den CMB, galaktischem Staub und Magnetfeldern, sowie zu primordialen Magnetfeldern bei. [mehr]
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Galaktische Anatomie mittels Gammastrahlung

1. Februar 2015
Die Anatomie der Milchstraße, betrachtet im Gammalicht, ist besonders rätselhaft. So gibt es mysteriöse, gigantische Blasen über und unter dem Zentrum der Milchstraße, die solche hochenergetische Strahlung aussenden. Ein neues Verfahren zur Bildgebung, entwickelt am Max-Planck-Institut für Astrophysik, hat die galaktische Gammastrahlung nun in nur drei fundamentale Komponenten zerlegt: Strahlung von Punktquellen, Strahlung aus Reaktionen energetischer Protonen mit dichten, kalten Gaswolken, sowie Strahlung von Elektronen, die mit Licht in dünnem, heißem, galaktischem Gas kollidieren. Die damit gewonnenen anatomischen Einblicke helfen einige Rätsel der Milchstraße zu lüften. So zeigt sich, dass die Gammablasen einfach nur Ausflüsse von gewöhnlichem, heißem Gas aus dem Zentralbereich der Milchstraße sind. [mehr]
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Starburst-Zyklen in Galaxien

1. Januar 2015
Einerseits weiß man, dass Galaxien sich in Halos aus Dunkler Materie befinden; andererseits widersprechen sich kosmologische Simulationen und Beobachtungen bezüglich der detaillierten Verteilung dieser Dunklen Materie: das sogenannte "cuspy halo"-Problem. Astrophysiker am MPA haben nun spektrale Merkmale bei einer Vielzahl an Galaxien der SDSS-Himmelsdurchmusterung verwendet, um zu zeigen, dass starke Sternexplosionen in Galaxien geringer Masse häufig genug auftreten, um das innere Massenprofil der Galaxien zu glätten. Dies könnte erklären, warum die theoretisch vorhergesagten "Spitzen" nicht beobachtet werden. [mehr]
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Ein neuer Messstab: Abstandsmessung mit Winkeldurchmesser und Zeitverzögerung bei starken Gravitationslinsen

1. Dezember 2014
Seitdem Edwin Hubble 1929 entdeckte, dass sich das Universum ausdehnt, spielt die Messung kosmologischer Entfernungen eine wichtige Rolle um kosmologische Modelle überprüfen zu können. Wissenschaftler am MPA schlagen jetzt eine entscheidende Verbesserung zur Standardmaßstabmethode vor, neben den bekannten Methoden der Standardkerzen mit Objekten bekannter Leuchtstärke bzw. des Standardmaßstabs mit Objekten bekannter Größe. Dafür nutzen sie ein Gravitationslinsensystem mit einer zeitveränderlichen Quelle (z.B. einem Quasar), um den Winkeldurchmesser-Abstand von der Linse zu messen. Diese Methode eröffnet einen neuen Weg, um unser Universum zu kartieren und zu verstehen, warum sich unser Universum beschleunigt ausdehnt. [mehr]
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Sterne beeinflussen zentrale Verteilung der Dunklen Materie in Galaxienhaufen

1. November 2014
Dunkle Materie ist ein zentraler Baustein für unser Verständnis der Physik des frühen Universums, der großräumigen Strukturen im Kosmos und der Galaxienentstehung. In ihrer einfachsten Form besteht "kalte dunkle Materie" aus nicht-relativistischen, schwach wechselwirkenden Teilchen, die nicht im Standardmodell der Teilchenphysik enthalten sind. Auf astrophysikalischen Skalen interagiert dunkle Materie mit Baryonen (gewöhnlicher Materie) allein durch die Schwerkraft. Aufgrund der einfachen physikalischen Gesetze, die diese Wechselwirkung beschreiben, kann man der Dynamik und der fortlaufenden Konzentration der dunklen Materie mit Hilfe von N-Körper-Simulationen folgen. Vor kurzem haben Wissenschaftler am MPA mit kosmologischen N-Körper-Simulationen zeigen können, dass die Verschmelzung von Galaxien (mit Sternen *und* Dunkler Materie) im Zentrum von Galaxienhaufen die zentrale Verteilung der Dunklen Materie derart verändern kann, dass die jüngsten Unstimmigkeiten, die zwischen Beobachtungen und Simulationen gefunden wurden, abgemildert werden. [mehr]
 
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